Dr. Miriam Fischer-Geboers

Biographie

Miriam Fischer-Geboers (geb. 1978) studierte Philosophie, Spanisch und Französisch in Freiburg im Breisgau, Straßburg und Barcelona (Staatsexamen 2004 und 2007; Magister 2005). Sie war Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg „Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung“ an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (2004 – 2005) und Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg (2006 – 2008). Sie promovierte 2009 mit der Arbeit DENKEN in KÖRPERn. Grundlegung einer Philosophie des Tanzes an der Albert Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, die mit dem Max-Müller-Preis der Universität Freiburg ausgezeichnet wurde. Von 2009 bis 2014 war sie Oberassistentin am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie (Emil Angehrn). Von 2014 bis 2016 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Philosophischen Seminar der Universität Basel. Sie arbeitet derzeit an ihrer Habilitation "Ethik der Sprache. Zum Verhältnis von Sprache und Gewalt im moralischen und aussermoralischen Sinne" (Arbeitstitel).

 

Forschungsschwerpunkte

Historisch: Antike, Neuzeit, 20. Jahrhundert (Phänomenologie, Existentialismus, Dekonstruktion)
Systematisch: Erkenntnistheorie, Subjekttheorie, Ethik, Ästhetik
Besonders wichtig sind ihr Aristoteles, Descartes, Husserl, Merleau-Ponty, Lévinas, Derrida, Blanchot und Nancy.

 

PUBLIKATIONEN (Auswahl)

1. Monographien:

DAS UNDENKBARE DENKEN – Zum Verhältnis von Sprache und Tod in der Philosophie Maurice Blanchots, Freiburg: Fwpf-Verlag 2006.

DENKEN IN KÖRPERn. Grundlegung einer Philosophie des Tanzes, Freiburg: Alber 2010

2. Buchbeiträge und Zeitschriftenaufsätze:

".Wenn Substanzen tanzen...' - Überlegungen zur Philosophie und Tanz im Ausgang von Descartes' Leib-Seele-Problem", in: Miriam Fischer/Monica Alarcon (Hg.): Philosophie des Tanzes. Denkfestival - eine interdisziplinäre Reflexion des Tanzes, Freiburg: Fwpf-Verlag 2006, S. 98 - 113.

Jean-Luc Nancy: La danse comme penséé, in: A la rencontre de la danse contemporaine, porosités et résistances, hrsg. von Paule Gioffredi, Paris: L'Harmattan 2009, S. 155-174.

Vom Sinn des Tanzes oder: Zum Problem des Verstehens von Tanz, in: Gefühl, Geste, Gesicht. Zur Phänomenologie des Ausdrucks, hrsg. von Michael Grossheim und Stefan Volke, Freiburg 2010, S. 234 - 260.

"Leben im Vollzug des Sinns. Zur Sinnbegabtheit der Animalien, in: Geist - Person - Gemeinschaft. Freiburger Beiträge zur Aktualität Husserls, hrsg. von Philippe Merz, Andrea Staiti und Frank Steffen, Würzburg 2010", S. 241-268.

„,Die Welt ist fort, ich muss dich tragen' (Celan) – Zum sprachlichen Umgang mit Grenz-(Nicht-)Erfahrungen", in: Angehrn/Küchenhoff (Hg.): Macht und Ohnmacht der Sprache. Philosophische und psychoanalytische Perspektiven, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2012, S. 137-160.

"Tanz als rein(st)e Geste – Überlegungen zum Konzept des Gestischen im Ausgang von Maurice Merleau-Ponty und Giorgio Agamben", in: F. Göppelsröder/T. Hildebrandt/U. Richtmeyer (Hg.): Bild und Geste. Figurationen des Denkens in Philosophie und Kunst, Bielefeld: Transcript 2013, S. 149-170.

„Leib und Sprache. Zur Einführung in ein verstricktes Thema“ (mit E. Alloa), in E.Alloa/M.Fischer (Hg.): Leib und Sprache. Zur Reflexivität verkörperter Ausdrucksformen, Weilerswist: Velbrück 2013, S. 7-26.

Aisthesis des Raums. Ansätze zu einer Kritik des mathematischen Vorstellungsraums" ( mit T. Geboers), in: A.K. Hild/C. Lagemann/N. Trcka (Hg.): Leib, Ort, Gefühl. Perspektiven der räumlichen Erfahrung, Freiburg: Alber 2015, S. 259-290.

"Leben verstehen. Einleitung in ein weites Themenfeld"" (zusammen mit Benno Wirz), in: Leben verstehen. Zur Verstricktheit zweier philosophischer Grundbegriffe (hrsg. zusammen  mit Benno Wirz), Weillerswist: Velbrück 2015, S. 7-18.

"Zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit. Die Sprache des Menschen", in: Leben verstehen. Zur Verstricktheit zweier philosophischer Grundbegriffe (hrsg. zusammen mit Benno Wirz),  Weilerswist: Velbrück 2015, S. 207-225.

"Lebendige Luft-Wesen. Zur Ästhetik von Victorine Müllers performativen Skulpturen", in: Dolores Denaro (Hg.): Victorine Müller - A Moment in Time. Publikation mit Werkverzeichnis 1994-2014, Nürnberg: Verlag für Moderne Kunst 2015, S. 91-96 (ins Englische übersetzt und auf Englisch im gleichen Band mit abgedruckt).

"Emmanuel Lévinas' Ethik der 'schwierigen Freiheit'" (mit A. Bodenheimer), in: A. Bodenheimer/M. Fischer-Geboers (Hg.): Lesarten der Freiheit. Zur Deutung und Bedeutung von  Emmanuel Lévinas' Difficile Liberté, Freiburg: Alber 2015, S. 9-16.

"Die Freiheit der Sprache. Emmanuel Lévinas' Konzept einer ethischen Sprache", in: A. Bodenheimer/M.Fischer-Geboers (Hg.): Lesarten der Freiheit. Zur Deutung und Bedeutung von Emmanuel Lévinas' Difficile Liberté, Freiburg: Alber 2015, S. 241-265.

"(Leibliche) Kommunikation im Tanz. Zum Wechselspiel von Form und Improvisation im Tango Argentino", in: Christian Grüny (Hg.): Ränder der Darstellung. Leiblichkeit und Künste, Weilerswist: Velbrück 2015, S. 59-73.

"Philosophie des Tanzes. Stépane Mallarmés und Paul Valérys Ästhetik(en) des Pervormativen", in: Variations 23/2015, Zürich 2015, 17-28.

3. Herausgeberschaft:

Philosophie des Tanzes. Denkfestival – eine interdisziplinäre Reflexion des Tanzes (hrsg. mit Mónica Alarcón), Freiburg: Fwpf-Verlag 2006.

Leib und Sprache. Zur Reflexivität verkörperter Ausdrucksformen (hrsg. zusammen  mit Emmanuel Alloa), Weilerwist: Velbrück 2013.

Leben verstehen. Zur Verstricktheit zweier philosophischer Grundbegriffe (hrsg. zusammen mit Benno Wirz), Weilerswist: Velbrück 2015.

Lesarten der Freiheit. Zur Deutung und Bedeutung von Emmanuel Lévinas' Difficile Liberté  (hrsg. zusammen mit Alfred Bodenheimer), Freiburg: Alber 2015.

4. Lexikonartikel:

„Anderer/Alter Ego“; „Animalien“; „Fremderfahrung“; „Psychophysik“ sowie zusammen mit Maren Wehrle „Leib“, allesamt in: Husserllexikon, hrsg. von Hans-Helmuth Gander, Darmstadt.

"Animalien", in: Gander, Hans-Helmuth (Hg.): Husserllexikon, Darmstadt: WBG 2010, S. 30-31.

"Fremderfahrung", in: Gander, Hans-Helmuth (Hg.): Husserllexikon, Darmstadt: WBG 2010, S. 106-108.

"Leib" (zusammen mit Maren Wehrle), in: Gander, Hans-Helmuth (Hg.): Husserllexikon, Darmstadt: WBG 2010, S. 188-191.

"Psychophysik", in: Gander, Hans-Helmuth (Hg.): Husserllexikon, Darmstadt: WBG 2010, S. 246-247.

"Dance", in: Peter Gratton, Marie-Eve Morin (Jg.): The Nancy Dictinary, Edinburgh University Press 2015, (i.E.).

5. Übersetzungen:

Jean-Luc Nancy: Ausdehnung der Seele – Texte zu Körper, Kunst und Tanz, Berlin/Zürich: Diaphanes 2010.

6. Sonstiges:

"POSITIONEN: Jean-Luc Nancy", in Information Philosophie, März 2012, S.30-34.